.

Geltungszeitraum von: 01.01.2001

Geltungszeitraum bis: 30.09.2013

6. Verordnung zur Änderung der Agende der Evangelischen
Kirche der Union, II. Band

Vom 4. Oktober 2000

(ABl. EKD 2001 S. 206)

Geltungsbereich:
Fundstelle der
Inkraftsetzung
im ABl. EKD
Ausführungs-
und Ergänzungs-
bestimmungen
Nr. der
gliedkirchlichen
Rechtssammlung
EKU
(§ 3)
Anhalt
Berlin-Brandenburg
schles. Oberlausitz
Pommern
Rheinland
KG z. Übernahme einer Änderung der Agende … v. 12. 1. 2001
KiProv. Sachsen
Westfalen
#

6. Verordnung zur Änderung der Agende der Evangelischen Kirche der Union,
II. Band

Der Rat der Evangelischen Kirche der Union hat gemäß Artikel 15 Absatz 3 der Ordnung der Evangelischen Kirche der Union folgende Verordnung beschlossen:
###

§ 1

1 Die Agende der Evangelischen Kirche der Union, II. Band, 2. Teil, zuletzt geändert durch Verordnung vom 5. Februar 1997 (ABl. EKD 1997 Seite 199), wird wie folgt geändert:
Der Vorhalt für die Bevollmächtigung zum Dienst der öffentlichen Verkündigung im Nebenamt oder Ehrenamt erhält folgende Fassung:
»Liebe Gemeinde, aus diesen Worten der Heiligen Schrift hören wir, welchen Auftrag und welche Verheißung Jesus Christus seiner Kirche gegeben hat.
2 Durch die Taufe seid ihr alle zum Zeugnis und Dienst in der Welt berufen. 3 Der Erfüllung dieses Auftrags dient alle Arbeit in der Kirche. 4 Christus ruft zu besonderen Diensten einzelne Glieder der Gemeinde. 5 Ihr braucht sie, sie brauchen euch.
6 Liebe Schwester/Lieber Bruder,
du wirst nun ermächtigt (ordiniert), das Evangelium öffentlich zu verkündigen, zu taufen und die Feier des Abendmahls zu leiten.
7 Du wirst berufen, mit deinen Gaben und Kräften am Aufbau der Gemeinde mitzuwirken, zum Dienst in der Welt zu ermutigen und die Einheit der Christenheit zu suchen.
8 Das Zeugnis der Heiligen Schrift ist Quelle und Richtschnur deines Auftrags.
9 Die Bekenntnisse unserer Kirche und das Gespräch mit den Schwestern und Brüdern werden dich im gemeinsamen Glauben festigen und dir helfen, das Wort Gottes heute recht zu verkündigen. 10 Theologische Weiterarbeit bleibt für dich unerlässlich.
11 In deiner Verkündigung soll die Gemeinde das Wort ihres Herrn suchen und hören. 12 Darum wird sie deine Verkündigung an der Schrift prüfen und dir mit Zuspruch, Rat und Mahnung helfen.
13 Bei deinem Dienst stehst du in der Gemeinschaft aller Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und wirst begleitet von der Fürbitte der Gemeinde. 14 Unsere Kirche verpflichtet sich, dir in deinem Dienst beizustehen.
15 Vertrauen soll unseren gemeinsamen Dienst prägen. 16 Achte die Ordnung unserer Kirche. 17 Bewahre, was den Zugang zum Evangelium erleichtert, und hilf mit, dafür neue Wege zu suchen.
18 Über alles, was dir in Beichte und Seelsorge anvertraut wird, bist du verpflichtet zu schweigen. 19 Hilf den Menschen, im Glauben dankbar zu leben und getröstet zu sterben. 20 Gib keinen verloren. 21 Tritt vor Gott und den Menschen für die ein, die deinen Beistand brauchen. 22 Vor dem Richterstuhl Jesu Christi wirst du Rechenschaft geben über deinen Dienst.
23 Verhalte dich so, dass dein Zeugnis nicht unglaubwürdig wird. 24 Nimm selbst Seelsorge in Anspruch und vertraue dich im Gebet Gott an. 25 Auch wenn dich Zweifel und Enttäuschung anfechten, wenn dir Verzicht und Leiden auferlegt werden, gilt dir die Zusage unseres Herrn Jesus Christus. 26 Er sendet dich. 27 Er steht zu seinem Wort und verlässt die Seinen nicht. 28 Er spricht: ›Lass dir an meiner Gnade genügen; denn meine Kraft ist in den Schwachen mächtig.‹«
#

§ 2

Die Gliedkirchen beschließen nach ihrem Recht die Einführung der Änderung gemäß dieser Verordnung.
#

§ 3

Diese Verordnung tritt am 1. Januar 2001 in Kraft.